Internationaler Tag gegen den Drogenmissbrauch und Cannabis-Legalisierung in Kanada

Einen schönen Tag  gegen Drogenmissbrauch!

Die Tagesschau hat ein gut gemachtes Video zum heutigen Anlass veröffentlicht:

Drogenrepublik Deutschland?

Am Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und illegalen Drogenhandel veröffentlicht die UN am Dienstag ihren Drogen-Report 2018. So hat sich der Drogenkonsum in Deutschland entwickelt.

Gepostet von tagesschau am Dienstag, 26. Juni 2018

Sie resümieren, dass nach wie vor die legalen Drogen Alkohol und Tabak für die (mit riesigem Abstand) meisten Todesfälle verantwortlich sind. Diese Tatsache sickert mehr und mehr in das Bewusstsein der großen Masse, und die Zustände sind dramatisch.

In England, seit Jahren gibt es dort große Probleme mit legalem und illegalem Substanzmissbrauch, läuft momentan eine interessante Studie des Clinical Research and Imaging Center der Universität Bristol. (Link zur Quelle)
Die Studie soll zeigen, dass Alkoholkranke Menschen eine Therapie mithilfe von MDMA besser überstehen. Das MDMA wird aber hier nicht als „Ersatzstoff“ eingesetzt, sondern soll den Patienten in Gesprächssitzungen helfen, offener über ihre Probleme zu sprechen, um psychische Probleme zu verarbeiten, die fast immer die Ursache für die Suchterkrankung ist. Wer die Wirkung von MDMA schon selbst kennengelernt hat, versteht den Sinn von MDMA in der Psychotherapie oft sofort.

Auch in Deutschland hat es in den 70er Jahren ähnliche Studien von aufgeschlossenen Psychotherapeuten gegeben, die allerdings mit der Kriminalisierung der Substanz ein Ende fanden. Es ist zu begrüßen, und hat auch eine traurig-ironischen Beigeschmack, dass jetzt gerade die „illegale“ Droge MDMA dabei hilft, suchtkranken Menschen die den meist „legalen“ Drogen zum Opfer gefallen sind, zurück ins selbstbestimmte Leben zu helfen.

Gute News gibt es auch aus dem liberal regiertem Kanada. Nach langen Debatten hat die Regierung beschlossen, Cannabis ab Oktober flächendeckend zu legalisieren. In Teilen des Landes (vor allem Québec) war Gras ohnehin schon quasi-toleriert, und die Legalisierung war auch eines der Regierungsversprechen, das Justin Trudeau 2015 während des Wahlkampfes abgegeben hatte.

„Es war zu einfach für unsere Kinder, Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, die Profite davon einzusacken. Heute ändern wir das!“, twitterte der Premier letzte Woche (am 20. Juni 2018).

Nachdem die deutsche Bundesregierung den Zugang zu medizinischem Gras letztes Jahr stark vereinfacht hat, folgt nun ein weiteres westliches Industrieland, dass Gras ein weiteres Stück entkriminalisiert. Übrigens, wie es eigentlich dazu kam, und was Jeans damit zu tun haben, könnt ihr HIER nachlesen.